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Qualmende Reifen und meisterliche Dramatik: Zwanenburg und Luyckx krönen sich zu den Nürburgring-Drift-Cup-Champions 2026

Freude, Hochspannung und beste Wetterbedingungen – all das bot der Nürburgring Drift Cup 2026. Unter strahlend blauem Himmel hüllten die Piloten die berühmte Müllenbachschleife ein letztes Mal für dieses Jahr in dichten Reifenqualm. Am Ende eines packenden Wochenendes triumphierten Roene Zwanenburg (PRO) und Janis Spohner (OPEN) in den Tageswertungen, während sich Zwanenburg und Cedric Luyckx die begehrten Meisterschaftskronen aufsetzten.

Besonders in der PRO-Klasse blieb die Besetzung des Meisterschaftspodiums bis zur letzten Sekunde offen. Dylan Mougenot und Niels Visser beendeten die Saison punktgleich, wobei Visser der zweite Platz in der Gesamtwertung zugesprochen wurde, da er einen Saisonlauf gewonnen hatte.

Ganz oben auf dem Treppchen stand jedoch Roene Zwanenburg, der eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich hat. „Wir hatten vergangenes Jahr einige Schwierigkeiten im Wettbewerb, sicherten uns aber dennoch den dritten Gesamtrang“, erklärte der frischgebackene Champion. „Dieses Jahr haben wir das Auto kontinuierlich verbessert. Gestern haben wir noch bis vier Uhr morgens am Getriebe geschraubt, um für das Event bereit zu sein. Das Team hat bei Nachtschichten alles gegeben, um noch mehr Grip zu finden. Heute war das Auto absolut perfekt auf den Punkt abgestimmt.“

Der Weg zum PRO-Titel: Zwanenburg dominiert im BMW

Zwanenburg setzte seiner Meisterschaft die Krone mit einem grandiosen Sieg beim Saisonfinale auf. Mit seinem markanten, 650 PS starken BMW E46 bewies er bereits in der Qualifikation Nervenstärke. In der Runde der besten 32 setzte er sich souverän gegen Steve Rinsoz durch, bevor er im Achtelfinale auf Janis Spohner traf, der an diesem Wochenende mutig in beiden Klassen antrat. Spohner, als Leader im Duell, leistete sich in der Kehre einen Fehler und räumte einen Kegel ab. Im darauffolgenden Durchlauf touchierte er Zwanenburg aufgrund eines ungünstigen Winkels leicht, was dem Niederländer den Weg in die Top 8 ebnete.

Dort profitierte Zwanenburg von einem Dreher seines Kontrahenten Gregoire Du Pasquier, bevor er im Halbfinale auf Kenneth Konz und dessen brachialen Mazda MX5 LSX Turbo mit 1.400 PS traf. Während Zwanenburg seine Linie fehlerfrei traf, landete Konz in der Zufahrt zum Kreisel im Kiesbett. Konz musste sich im anschließenden Kampf um Platz drei schließlich Hendrickx Kain geschlagen geben.

Im großen Finale wartete Jan-Eric Seeber, der mit seinem auffälligen "Säbelzahntiger"-Folien-Design antrat. Dieser biss sich sprichwörtlich die Zähne an

Zwanenburg aus. Nachdem Seeber in der Goodyear-Kurve kurzzeitig die Strecke verlassen hatte, zwang ihn letztlich ein Kupplungsschaden zur vorzeitigen Aufgabe. Zwanenburg wollte die Fans am Nürburgring jedoch nicht mit einem kampflosen Finale in die Winterpause verabschieden. Er lieferte eine spektakuläre, qualmende Solo-Runde mit maximalem Drift-Winkel, die das Publikum ins Staunen versetzte.

Seeber, der den Lauf nach dem technisch bedingten Ausfall beendete, gab sich dennoch positiv: „Für mich war es der erste Lauf in diesem Jahr mit dem neuen Auto“, resümierte er zufrieden. „Es war ein toller erster Einsatz. Dass wir im Finale die Kupplung verloren haben, zeigt nur, dass wir noch ein wenig Feinabstimmung betreiben müssen. Die Auszeichnung als aufregendster Fahrer ist jedoch etwas Balsam für meine Seele.“

OPEN-Klasse: Spohners Testlauf endet mit dem Tagessieg

In der OPEN-Klasse sorgte Spohner für Furore. Eigentlich hatte er nach dem zweiten Saisonlauf nicht geplant, noch einmal in beiden Kategorien an den Start zu gehen, doch er gab sich dem Nürburgring Drift Cup hin.

„Es war das letzte Rennen der Saison und wir hatten viel am Auto verändert“, erklärte der Deutsche seine Entscheidung. „Ich wollte das Fahrzeug vor der nächsten Saison einfach noch einmal unter Wettbewerbsbedingungen testen. Unterm Strich war es die absolut richtige Entscheidung und hat extrem viel Spaß gemacht.“

Auf seinem Weg ins Finale profitierte Spohner von seiner Konstanz. Im Halbfinale lieferte sich Kevin Paefgen einen intensiven Zweikampf mit ihm. Paefgen zeigte hier den besten Chase-Run des Wochenendes in der CLUB‐Kategorie. Dennoch zog Spohner ins Finale ein, während sich Paefgen im kleinen Finale erfolgreich gegen Jan Gerrit Toonen durchsetzte und sich das Podium sicherte.

Das Finale zwischen Spohner und seinem Kontrahenten Randy Congedo verlangte den Juroren alles ab. Judge Jo Lammens hielt es kaum auf seinem Sitz. Am Ende wurde Spohner aufgrund des besseren Leadruns zum Sieger gekürt, wie Tiziano Colpaert erklärte.

Auch wenn der Deutsche das finale Wochenende gewann, galt der Applaus der gesamten Saison Luyckx in seiner spektakulären BMW 130 "Diesellok". Zwar musste er sich beim Finale bereits in den Top 16 aufgrund massiver technischer Probleme verabschieden, der Punktevorsprung reichte jedoch für den Meisterschaftstitel.

„Wir hatten zu viel Gegendruck im Zylinderkopf und schließlich versagte auch noch das Getriebe“, analysierte Luyckx das Pech am Finaltag nüchtern. Die Freude über den Gesamtsieg überwog jedoch bei Weitem: „Ich bin überglücklich. Vor zehn Jahren habe ich davon geträumt, jetzt fahre ich seit zwei Jahren in der Meisterschaft mit und habe direkt den Titel geholt. Das ist ein fantastisches Gefühl.“

Ein positives Fazit des Veranstalters

Auch Organisator Andy Jaenen zog eine äußerst positive Bilanz für das Jahr 2026: „Ich bin mit dem fahrerischen Niveau unglaublich zufrieden. Wir haben fantastische Zweikämpfe

gesehen. Für die letzten beiden Runden haben wir das Streckenlayout leicht modifiziert, was wunderbar funktioniert und die Show noch besser gemacht hat. Besonders freut mich, dass immer mehr Zuschauer den Weg zu uns finden. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Der Nürburgring Drift Cup 2026 ist damit in den Büchern, doch der Promoter Skylimit Events wird keine Pause einlegen. Im Herbst und Winter werden sich Jaenen und sein Team auf die Saison 2027 vorbereiten, in der der legendäre Nürburgring wieder zu einer der spektakulärsten Driftarenen in Europa verwandelt werden wird.

ENG: Smoking Tires and Masterful Drama: Zwanenburg and Luyckx Crowned 2026 Nürburgring Drift Cup Champions

Joy, high tension, and prime weather conditions—the 2026 Nürburgring Drift Cup delivered it all. Under bright blue skies, the drivers blanketed the famous Müllenbachschleife in thick tire smoke one last time for the year. At the end of a thrilling weekend, Roene Zwanenburg (PRO) and Janis Spohner (OPEN) claimed the event victories, while Zwanenburg and Cedric Luyckx secured the coveted championship crowns.

In the PRO class especially, the battle for the championship podium remained wide open until the very last second. Dylan Mougenot and Niels Visser finished the season tied on points, with Visser being awarded second place in the overall standings by virtue of having won a round this season.

Standing at the very top of the podium, however, was Zwanenburg, who has undergone a remarkable evolution. "We had some struggles in competition last year, but still secured third place overall," explained the newly crowned champion. "This year, we continuously improved the car. Yesterday, we were wrenching on the transmission until 4:00 AM to be ready for the event. The team gave it their all during night shifts to find even more grip. Today, the car was tuned to absolute perfection."

The Road to the PRO Title: Zwanenburg Dominates in the BMW

Zwanenburg capped off his championship run with a magnificent victory at the season finale. Piloting his striking, 650-hp BMW E46, he demonstrated nerves of steel early on in qualifying. In the Top 32, he confidently defeated Steve Rinsoz before facing Janis Spohner in the Top 16, who boldly competed in both classes this weekend. Spohner, acting as the leader in the battle, made a mistake in the hairpin and clipped a cone. In the subsequent run, he lightly tapped Zwanenburg due to a poor angle, paving the way for the Dutchman to advance into the Top 8.

There, Zwanenburg capitalized on a spin by his opponent, Gregoire Du Pasquier, before matching up in the semifinals against Kenneth Konz and his brutal 1,400-hp Mazda MX5 LSX Turbo. While Zwanenburg hit his line flawlessly, Konz ended up in the gravel trap on the approach to the loop. Konz ultimately had to settle for a loss against Hendrickx Kain in the ensuing battle for third place.

Waiting in the grand finale was Jan-Eric Seeber, competing with his eye-catching "Sabertooth Tiger" wrap design. Playing on the motif, he proverbially broke his teeth trying to take down Zwanenburg. After Seeber briefly went off track in the Goodyear corner, a clutch failure ultimately forced his early retirement. However, Zwanenburg wasn't about to send the fans at the Nürburgring into the winter break with a fightless finale. He delivered a spectacular, smoking solo run with maximum drift angle that left the crowd in awe.

Seeber, who ended his run after the mechanical DNF, still remained positive: "For me, it was the first event this year with the new car," he summed up with satisfaction. "It was a great debut run. The fact that we lost the clutch in the final just goes to show that we still need to do a little fine-tuning. However, being named the most exciting driver is a bit of balm for my soul."

OPEN Class: Spohner's Test Run Ends with an Event Victory

Spohner caused quite a stir in the OPEN class. Originally, he hadn't planned on competing in both categories again after the second round of the season, but he gave in to the allure of the Nürburgring Drift Cup.

"It was the last race of the season and we had made a lot of changes to the car," the German explained regarding his decision. "I simply wanted to test the vehicle under competitive conditions one more time before next season. All in all, it was absolutely the right decision and extremely fun."

On his way to the final, Spohner benefited from his consistency. In the semifinals, Kevin Paefgen locked into an intense battle with him. Paefgen laid down the best chase run of the weekend in the CLUB category here. Nevertheless, Spohner advanced to the final, while Paefgen successfully defeated Jan Gerrit Toonen in the battle for third place to secure a podium spot.

The final between Spohner and his opponent Randy Congedo demanded everything from the judges. Judge Jo Lammens could hardly stay in his seat. In the end, Spohner was crowned the winner based on a superior lead run, as Tiziano Colpaert explained.

Even though the German won the final weekend, the applause for the entire season went to Luyckx in his spectacular BMW 130 "Diesel Locomotive". Although massive technical issues forced him out of the finale during the Top 16, his points lead was enough to clinch the championship title.

"We had too much backpressure in the cylinder head, and eventually, the transmission failed as well," Luyckx analyzed his bad luck on the final day soberly. However, the joy of the overall victory far outweighed the setbacks: "I am absolutely thrilled. Ten years ago I

dreamed of this, now I've been driving in the championship for two years and took the title right away. It is a fantastic feeling."

A Positive Conclusion from the Organizer

Organizer Andy Jaenen also drew an extremely positive conclusion for 2026: "I am incredibly satisfied with the driving level. We saw fantastic battles. For the last two rounds, we slightly modified the track layout, which worked wonderfully and made the show even better. I am especially pleased that more and more spectators are finding their way to us. That shows us we are on the right track."

The 2026 Nürburgring Drift Cup is officially in the books, but promoter Skylimit Events won't be taking a break. Over the fall and winter, Jaenen and his team will prepare for the 2027 season, when the legendary Nürburgring will once again be transformed into one of the most spectacular drift arenas in Europe.

Grand Finale of the 2026 Nürburgring Drift Cup
Championship Showdown, Burning Rubber, and an Epic Track Layout